Sträucher und Bäume pflanzen

Jetzt ist die beste Zeit um neue Sträucher, Bäume und Büsche zu pflanzen. Dazu sollten die Faktoren Standort und Pflanzerde beachtet werden.

Wir unterscheiden beim Standort: Stadt, Garten, Wiese, Feld und Wald sowie Pflanzgefäße (z.B. Container, Kübel, Töpfe, Hochbeete, Balkonkästen usw.) In der Basis sind alle Anforderungen gleich. Das heißt Pflanzerde (Substrate), Nährstoffe und Bodenbiologie (z.B. Anzahl Würmer je Einheit usw.), Bodenbiochemie (z.B. Nährstoffverhältnisse C/N) und Bodenphysik (z.B. pH-Wert) müssen stimmen.
Bei der Pflanzerde sind zusätzlich zum Standort die Ansprüche der Pflanze selbst wichtig. Welche Pflanze braucht was (z.B. Halbschatten, sauren Boden, Nährstoffe, Beipflanzungen). Zunehmend sind auch Stressfaktoren wie Trockenheit, Hitze und Unwetter zu berücksichtigen.  Die Pflanzgrube wird doppelt so groß wie der Pflanzballen und mindestens im Durchmesser 10 Zentimeter größer als der Kronenumfang ausgehoben, mit Steinmehl und Kalk ausgepudert. Dann folgt eine Schicht gereifter Kompost oder gleichwertiges Material. Jetzt folgt die Langzeit-Düngebevorratung mit Hornspänen (Einsatzmenge nach Angaben auf dem Etikett). Unter normalen Umständen besteht keine Gefahr von Überdüngung oder Auswaschung. Danach erfolgt die Einsatzschicht, entweder aus Humus oder gutem Mutterboden. Sollte es der Aushub sein, so ist dieser ebenfalls mit Kalk, Steinmehl und Meisterdünger (fest) aufzubereiten. Bei ungünstigen Standorten (z.B. bei Straßen- und Alleebäumen) in der Stadt oder schlechtem Boden, sollten Pilze (Mykorrhiza-Wurzelpilze) sowie spezielle Substrate wie z.B. vom FLL empfohlen, zugegeben werden.

Für das Pflanzgefäß gelten in etwa die gleichen Regeln wie bei der Pflanzgrube jedoch in begrenztem Umfang. Hier sollte der Langzeitdünger genauer dosiert werden. Weil bei Pflanzkübeln häufiger gewässert wird, kann mit jeder Bewässerung eine Düngergabe erfolgen. Bei der Pflanzerde sollte auf gute Qualität geachtet werden. Bei vorgedüngten Erden sollte man die Inhalte genau kennen. Ansonsten besser ohne und die Komponenten selber beigeben. Bitte bei Erden aus der Biotonne auf Plastikfreiheit achten. Wenn möglich beim Biogärtner beschaffen oder Kompost und Erde selber herstellen. Jedes Pflanzloch wird vorbeugend mit 3 -5 Steinchen Mäuse Weg gegen Nager ausgestattet, größere Pflanzlöcher mit entsprechend mehr.

Einsetzen des Ballens Zuerst sollte der oder die Pflanzhilfe (Pfahl, Gerüst, usw.) verankert werden. Vor dem Einsetzen ist zwischen Ballenpflanzen und Wurzelnackten zu unterscheiden. Beide werden vor dem Einsatz in Snoeks Meeresalgen getränkt, die Wurzelnackten sollten zusätzlich längere Zeit in einem Algenbrei getaucht werden bis sich die Wurzeln mit dem Brei verbinden bzw. schön anhaften. Dieser Brei sollte aus Flüssigalgen (Snoeks Meeresalgen) gemischt mit Steinmehl und Meeresalgenkalk und/oder Lehm bestehen. Den überschüssigen Brei später in das Pflanzloch geben. Tipp: Sollte der Ballen rund gewachsene Wurzeln aufweisen, weil er in einem zu engen Gefäß saß, so bitte diese Wurzeln nach außen bürsten, damit sie sternförmig wachsen können. Ist dies nicht möglich, bitte einkürzen. Sollten sehr starke Wurzelkürzungen erforderlich sein, so ist der oberirdische Teil ebenfalls einzukürzen.

Nach dem vollständigen Verfüllen der Pflanzgrube ist über die Pflanzscheibe eine Gabe Meisterdünger zu streuen. Danach erfolgt die Mulchschicht. Wir empfehlen unseren Düngemulch „Vegano“ in 3-5 cm Höhe auf der Scheibe auszubreiten (Rasenschnitt tut`s auch, kein Rindenmulch verwenden, denn der entzieht dem Erdreich Sickstoff (N).

Die Pflege und Nachdüngungen/ Nährstoffgaben werden, solange die Mulchschicht erhalten bleibt, flüssig vorgenommen. Blattdüngungen erfolgen erst nach dem Austrieb. Spritzungen mit Stärkungsmitteln wie Brennnesselextrakt und Ackerschachtelhalm auf Rinde und Knospen können jederzeit vorgenommen werden, bei Vegetationsbeginn sowieso.

Nach der Pflanzung wird der Stamm mit einem Schädlingsklebeband versehen und Schnittwunden mit Baumwachs verschlossen. Wer kein Baumwachs hat, kann die Wunden auch mit Lehm schützen bzw. verschließen.