Kieselgur

Gesteinsmehl gegen Parasiten und Ungeziefer

 

Basismaterial: aus Schalen fossiler Kieselalgen (Diatomeen).

Eigenschaften und Inhaltsstoffe

Kieselgur hat sich als chemiefreie Alternative in der Bekämpfung von zahlreichen Schadinsekten bewährt. Vor allem bei Silberfischchen, rote Vogelmilben, Flöhe, Getreidekäfer, Spinnmilben, Asseln, Ameisen, Teppichkäfer, Fransenflügler/Tripsen, Pflanzenschädlinge wie Buchsbaumzünsler und Blattläuse allgemein und/oder deren Larven bzw. Raupen sprechen sehr gut auf die Anwendung mit Kieselgur an.

Wichtiger Hinweis

Snoeks Kieselgur ist nicht für den humanen Einsatz gedacht, ausschließlich bei Tier und Pflanze. Generell sollte beim Einsatz mit Mundschutz und Schutzbrille gearbeitet werden. Anschließend Hände und Utensilien mit Wasser abspülen. Kieselgur ist nicht giftig, staubt aber sehr fein!!

Wirkung von Kieselgur

Im Gegensatz zu vielen handelsüblichen, konventionellen Insektiziden wirkt Kieselgur nicht chemisch, sondern physikalisch. Aus diesem Grund kann Kieselgur immer wieder verwendet werden, da Insekten gegen physikalisch basierte  Mittel keine Resistenzen bilden können.

Anwendungen:

- In allen Tierställen (ob groß oder klein), im Haushalt, Wohnraum, Lager-und gewerblichen Räumen
- Bei Tieren, äußerlich gegen alle Parasiten und Schadinsekten, bei Pflanzen gegen (fast) alle Schadinsekten im Haus, Freiland, Gewächshäusern usw.

Besonders gerne wird Kieselgur bei Hühnern und im Hühnerstall zur Beseitigung von Parasiten, deren Rückzugsgebiete und Nachkommen angewendet. Gleiches gilt für sämtliche Haustiere und deren Aufenthaltsräume. In den Stallungen, wo sich die Milben in allen Ritzen verstecken, kann mit Gebläsen deren Quartier desinfiziert werden. Zur nachhaltigen Beseitigung aller Nachkommen und Brutnester sollte man den Desinfektionsvorgang mehrfach wiederholen. Bei Vierbeinern wird das Fell eingepudert und nach einiger Zeit 3-6 Stunden ausgebürstet.

Bei Pflanzen kann je nach Befall und Größe mit kleinen oder großen Hilfsmitteln gearbeitet werden. Wichtig ist jedoch, dass die Schädlinge in Berührung mit Kieselgur kommen. Bei Zimmerpflanzen kann mit einem Pinsel gearbeitet werden.

Anwendung von Kieselgur im Hühnerstall

Der Einsatz sollte zur Vorbeugung gegen Ungeziefer, nicht erst nach Befall stattfinden. Eine Schicht Kieselgur muss auf die Böden, Nester, Ecken, Sitzstangen usw. aufgetragen werden. Ebenso in das Sandbad. Nachstreuen erfolgt im Rhythmus von2 bis 3 Wochen und sobald der Stall ausgemistet bzw. gereinigt wurde. Beim Arbeiten mit Mund- und Augenschutz arbeiten. Die Tiere dürfen erst wieder in den Stall, sobald sich der Staub gelegt hat.

Anwendung bei Pferden

Bei Pferden hat Kieselgur zwei Hauptanwendungsgebiete: Zum einen in der Fütterungsergänzung und zum anderen gegen Hautparasiten und zur Umgebungsbehandlung. Als Ergänzung im Futter kann die aus Silizium bestehende Kieselgur eine wichtige Reparaturfunktion für zahlreiche Problemzonen des Pferdes übernehmen. Da Silizium ein wichtiger Baustein für Knochen, Haut und Huf ist, kann Kieselgur ideal in der Behandlung von Ekzemen, Pferden mit Arthrose oder Pferden mit schlechter Hufqualität eingesetzt werden. Des Weiteren kann das feine und hoch poröse Gesteinsmehl eine entgiftende Wirkung im Darm auslösen, da es Giftstoffe bindet. So werden Leber und Niere entlastet und es wird Durchfallerkrankungen vorgebeugt. Durch die verbesserte Organtätigkeit wird der Blutstoffwechsel angeregt. Auch deshalb wird Kieselgur eine leistungsverbessernde Wirkung auf Pferde nachgesagt.

Innerliche Anwendung beim Pferd:

Kieselgur sollte mit dem Futter verabreicht werden. Bei staubempfindlichen Pferden am besten mit etwas Wasser oder Öl binden.

- Große Pferde (450 bis 600 kg Körpergewicht): 25 -30 g täglich
- Kleine Pferde (300 bis 450 kg Körpergewicht): 20-25 g täglich
- Ponys und Jungpferde (bis 300 kg Körpergewicht): 10-20 g täglich
- Fohlen: 10 g täglich

Wie erwähnt hat sich beim Pferd jedoch auch die Anwendung von Kieselgur gegen Hautparasiten und zur Umgebungsbehandlung gegen Flöhe, Läuse, Zecken und Milben bewährt.  Nach ca. 2-3 Tagen sollte das Problem behoben sein. Ansonsten wiederholen.

Anwendung bei Katzen

Für Katzen eignet sich die Anwendung von Kieselgur primär äußerlich zur Bekämpfung von Parasiten auf der Haut oder den Schlaf- und Liegeplätzen.

Anwendung: Eine kleine Menge Kieselgur wird ins Fell der Katze gerieben. Ziel ist die Haut der Katze. Den Kopfbereich sollte man dabei auslassen. Das Pulver sollte wirklich nur sparsam genutzt werden und es sollte keine Staubwolke entstehen. Sobald das Pulver eingerieben ist, setzt es sich und staubt dann auch nicht mehr. Das Fell der Katze kann nun vorübergehend etwas stumpf aussehen. Nach zwei bis maximal sechs Stunden wird die Kieselgur gründlich aus dem Fell gerieben. Es sollte nicht länger einwirken, da Kieselgur eine austrocknende Wirkung hat. Auf eine gesunde Haut hat das Mittel aber keine negativen Auswirkungen. Die Prozedur sollte nach zwei und vier Wochen nochmals wiederholt werden. Denn dann schlüpfen neue Flöhe aus den Floheiern und Flohlarven. Zur Sicherheit sollten stets auch die Schlaf- und Liegeplätze der Katze mit Kieselgur bestäubt werden. Es schadet der Katze nicht, wenn sie sich darauf legt.

Anwendung bei Kaninchen

Auch beim Kaninchen wird die Kieselgur zur Bekämpfung von Hautparasiten (v.a. Milben eingesetzt). Im Gegensatz zu vielen Tierarzt-Medikamenten wirkt Kieselgur rein mechanisch (kein Nervengift), weshalb es auch zu keiner Resistenzbildung kommen kann.

Anwendung: Bei der Anwendung sollte zunächst auf absolute Trockenheit geachtet werden, sonst ist die Kieselgur unwirksam. Es reichen bereits sehr kleine Mengen aus, um einen Milbenbefall erfolgreich zu behandeln. Eine kleine Menge wird auf ein Tempotuch gegeben und mit diesem in das Fell eingerieben (auch gegen den Strich). Dies wird wiederholt, bis das gesamte Fell behandelt ist. Anschließend kann die Kieselgur durch Streicheln mit trockenen Händen auf das gesamte Kaninchen verteilt werden. Der Kopfbereich sollte dabei ausgespart werden. Sollte der Befall jedoch genau dort sein, muss man bei der Anwendung darauf achten, dass Augen und Nasenöffnungen nicht mit Kieselgur in Kontakt kommen. Bei stärkerem Befall können zusätzlich die Umgebungsbereiche behandelt werden. Die Kieselgur wird hierbei in der trockenen Umgebung des Kaninchens sparsam zerstäubt.

Anwendung bei Hunden

Auch Hunde können mit Kieselgur äußerlich gegen Flöhe oder Zecken behandelt werden. Die Vorgehensweise ist hier ähnlich wie bei Katzen. Eine kleine Menge Kieselgur wird ins Fell des Hundes gerieben. Das Pulver sollte nur sparsam genutzt werden und es sollte keine Staubwolke entstehen. Man kann es auch gegen den Strich einreiben. Den Kopfbereich sollte man allerdings auslassen. Nach zwei bis maximal sechs Stunden wird die Kieselgur gründlich aus dem Fell gerieben. Es sollte nicht länger einwirken, da Kieselgur eine austrocknende Wirkung hat. Auf eine gesunde Haut hat das Mittel aber keine negativen Auswirkungen. Die Prozedur sollte nach zwei und vier Wochen nochmals wiederholt werden. Denn dann schlüpfen neue Flöhe aus den Floheiern und Flohlarven. Es sollten auch alle Teppiche, Polstermöbel, Hundekissen u.ä. mit dem Pulver bestreut werden

Kieselgur gegen Ungeziefer

Bettwanzen

Kieselgur ist einer der Hauptbestandteile von Pestiziden und Mitteln gegen Bettwanzen. Man kann die Vorteile der Substanz jedoch auch in Reinform nutzen und dabei zusätzlich andere chemische Stoffe meiden. Kieselgur besitzt äußerst feine Strukturen, die sehr scharfkantig sind. Da Bettwanzen oft durch sehr kleine Öffnungen ins Haus kommen und sich beliebig auch in den kleinsten Ritzen und an Ecken aufhalten, sollte man die Kieselgur genau an diesen Orten verstreuen. Dazu zählen Löcher und Ritzen in Wänden, Bereiche hinter Teppichkanten, Ritzen an der Seite der Steckdose und andere Bereiche, die Zugang zu Hohlräumen in Wänden bieten. Kieselgur ist ein natürliches und absolut umweltverträgliches Mittel gegen Bettwanzen. Es ist für Menschen und Tiere ungefährlich, sollte aber nicht eingeatmet werden (daher unbedingt eine Schutzbrille und einen Atemschutz tragen).

Ameisen

Auch gegen Ameisen im Haus kann Kieselgur ganz ohne Chemie wirken. Die Kieselgur kann im Haus an den Eingängen der Ameisenstraßen verteilt werden. Für kleinere Ritzen kann man einen Pinsel verwenden. Dies staubt auch nicht so. Die Kieselgur sollte einfach an alle Orte im Haus verstreut werden, an denen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass Ameisen damit in Kontakt kommen. Außen am Haus kann man es in die Ritzen im Mauerwerk füllen. Zusätzlich macht es auch Sinn, die Kieselgur in sämtliche Spalten an Türschwellen zu streuen. Die Ameisenplage sollte so schnell zurückgehen. Kieselgur hat den Vorteil, dass es ungiftig ist. Wie bei allen Pulvern sollte man es jedoch nicht einatmen, also wird beim Arbeiten damit das Tragen einer Schutzbrille und einer Atemschutzmaske empfohlen.

Lebensmittelmotten

Lebensmittelmotten sind Schädlinge, die sich gerne in Mehl, Getreide, Hülsenfrüchten oder Tierfutter aufhalten. Spätestens wenn man die Tierchen flattern sieht, sollten sie bekämpft werden. Die erwachsenen Falter nehmen zwar selbst keine Nahrung auf, jedoch vermehren sie sich unglaublich schnell. Ein erwachsenes Weibchen legt bis zu 500 Eier, aus denen binnen kürzester Zeit viele neue Motten hervorgehen, die Lebensmittel befallen. Bevor man mit der Bekämpfung loslegt, sollte man sicherstellen, dass auch tatsächlich ein Befall vorliegt. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Lebensmittelmotten, wenn schwarz-graue Striche an der Wand entdeckt werden und immer wieder etwas in kurzen Sprüngen hüpfend oder auch krabbelnd beobachtet wird. Wenn dann noch weiße, fadenartige Gespinste und verklebte Körner in den Lebensmittelvorräten gefunden werden, dann kann man sich sicher sein und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Eine solche Maßnahme ist das Verstreuen von Kieselgur. Es ist ein gesundheitlich unbedenkliches Mittel gegen Motten. Das sehr feine Pulver, das aus fossilen Kieselalgenschalen gewonnen wird, eignet sich besonders für Ecken und Ritzen.

Gebindegrößen

20 kg Ppapiersack

 

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