Bentonit
Hochreines Kalziumbentonit zur Bodenverbesserung und Humusbildung
Geeignet für den ökologischen Landbau gemäß Anhang II Durchführungsverordnung (EU) 2021/1165
Hauptkomponente: 99,7 % Kalziumbentonit (davon ca. 76 % Montmorillonit-Anteil)
Wirkungsweise
SNOEKs Bentonit ist ein feinst vermahlenes, naturbelassenes Tonmineralmehl mit einem Montmorillonit-Gehalt von ca. 76 %. Durch die spezifische Dreischicht-Kristallstruktur weist das Produkt eine sehr hohe innere und äußere Oberfläche auf. Bei Feuchtigkeitskontakt quillt das Mineral innerkristallin auf und entwickelt ein außergewöhnliches Bindungs- und Austauschvermögen.
Auswirkungen auf den Boden:
- Wasserspeichervermögen und Stressresistenz: Bentonit bindet bis zum 8-fachen seines Eigengewichts an Wasser. Dies erhöht die nutzbare Feldkapazität (nFK) insbesondere auf leichten und sandigen Böden nachhaltig und reduziert Trockenstressphasen der Bestände.
- Erhöhung der Kationenaustauschkapazität (KAK): Durch die hohe negative Oberflächenladung werden pflanzenverfügbare Kationen (
,
,
) reversibel gebunden. Dies schützt Nährstoffe vor Auswaschung und stellt sie bedarfsgerecht im Wurzelraum zur Verfügung.
- Förderung des Ton-Humus-Komplexes: In Kombination mit organischer Substanz und der Aktivität von Bodenmikroorganismen sowie Regenwürmern bildet Bentonit hochstabile Ton-Humus-Komplexe, welche die Krümelstruktur und die mechanische Belastbarkeit des Bodens optimieren.
Wirtschaftlichkeit und Anwendungsnutzen
Der Einsatz von SNOEKs Bentonit amortisiert sich durch gezielte Effizienzsteigerungen im Betriebsablauf:
- Steigerung der Düngeeffizienz: Minimierung von Nährstoffverlusten (insbesondere bei mobilen Nährstoffen) bei der Einarbeitung organischer Dünger oder in Substratmischungen.
- Ressourcenschonung bei der Bewässerung: Verlängerung der Bewässerungsintervalle im Intensivgemüsebau und Unterglasanbau durch vergrößertes Wasserspeichervermögen.
- Prozessstabilisierung bei Kompostierung und Erdenherstellung: Bindung flüchtiger Zwischenprodukte (wie Huminsäuren) während der Rotte, wodurch qualitativ hochwertige, strukturstabile Substrate entstehen.
Dosierung und Anwendung
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Anwendungsbereich / Kultur |
Empfohlene Dosierung |
Anwendungshinweise |
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Ackerbau, Freilandgemüse und leichte Böden |
1 – 3 kg / 100 m2 (100 – 300 kg / ha) |
Als Jahresmenge in mehreren kleinen Einzelgaben oberflächlich ausbringen und leicht einarbeiten. |
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Kompostierung und Rottebehandlung |
5 – 8 kg / m3 Kompostgut |
Fein verteilt einstäuben. Bei trockenem Material in Wasser anrühren und gleichmäßig übergießen. |
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Organische Düngung und Erdenherstellung |
10 – 15 kg / m2 (Dünger) 3 – 5 kg / m3 (Erden) |
Direkt organischen Düngern beimischen oder bei der Herstellung von Pflanz- und Anzuchterden homogen untermischen. |
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Weinbau (Oenologische Anwendung) |
Spezifisch nach Most-/Weinanalyse |
Einsatz zur Eiweißstabilisierung und Klärung bei Mostschöpfung, Jungweinschönung sowie vor der Abfüllung. |
Mineralogische und chemische Zusammensetzung (Durchschnittswerte):
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Mineralogische Komponenten |
Anteil (%) |
Chemische Analyse |
Gehalt (%) |
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Montmorillonit (Smektit) |
76 % |
Kieselsäure (SiO2) |
43,4 % |
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Quarz |
11 % |
Eisenoxid (Fe2O3) |
17,8 % |
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Feldspat |
6 % |
Aluminiumoxid (Al2O3) |
17,5 % |
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Illit |
5 % |
Titanoxid (TiO2) |
3,6 % |
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Kaolinit |
2 % |
Calciumoxid (CaO) / Magnesiumoxid (MgO) |
je 2,7 % |
Weitere Bestandteile: Kaliumoxid (K2O) 0,5 %, Manganoxid (MnO) 0,5 %, sowie natürliche Spurenelemente.
Verarbeitung, Mischbarkeit und Lagerung
- Mischbarkeit und Verteilung: Bentonit lässt sich hervorragend in Wasser aufschlämmen. Es erhöht die Haftfähigkeit von Spritzmitteln und Stammanstrichen.
- Lagerungs- und Sicherheitshinweise: Trocken und vor Beschädigungen der Verpackung geschützt lagern. Für angemessene Be- und Entlüftung sorgen. Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren. Empfehlungen der amtlichen Beratung gehen vor.