Anwendungsempfehlungen

Für Kartoffeln

Allgemein

Wir empfehlen uneingeschränkt den sogenannten biologischen, naturgemäßen Anbau aller Gartenerzeugnisse. Hierfür entwickeln und liefern wir Dünge und Pflegemittel, die ausschließlich aus pflanzlichen oder mineralischen Wirkstoffen bestehen. Chemische Produkte sind in ihnen nicht enthalten. Dadurch belasten sie nicht die Umwelt, fördern die natürliche Pflanzenentwicklung. Sie sind ungiftig für alle Lebewesen und bedingen keine Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung und keine Wartezeiten von der Ernte bis zum Verzehr der Ernteerzeugnisse.

Die nachfolgenden Empfehlungen entstanden aus jahrelangen Erfahrungen von Gartenbesitzern und kleineren Erwerbsgärtnern, die hiermit beste Erfolge erzielen konnten. Der großflächige, erwerbsmäßige Feldanbau folgt anderen Vorschriften, er kann, schon wegen des hohen Maschinenansatzes, auch nicht so individuell arbeiten wie auf kleinen Flächen möglich ist.

Alle Produkte unserer Firma sind in GROßBUCHSTABEN gedruckt. Bitte fordern Sie bei Interesse Einzelbeschreibungen an, die wir Ihnen gerne zusenden. In allen Packungen sind die genauen Einsatzmengen bzw. Verdünnungen genau beschrieben. Wir verzichten deshalb hier auf Einzelangaben.

Die Qualitätsunterschiede zwischen Kartoffeln des konventionellen zum biologischen Anbau sind feststellbar durch höhere Wertstoffgehalte (Minerale, Vitamine usw.), in der Lagerfähigkeit, im Geschmack und im gesundheitlichen Wert der naturgemäß, gärtnerisch angebauten Kartoffeln. Stets wird bestätigt: sie sättigen mehr, kochen fester aber auch länger und schmecken hervorragend. Diese Kartoffeln sind keine Beikost mehr, sondern ein Genußmittel für sich! Es sind die gleichen Unterschiede, wie z. B ein selbstgebackenes Brot aus frisch gemahlenem Mehl ganz anders schmeckt, als ein solches aus der Großbäckerei.

Jeder Gartenbesitzer sollte deshalb versuchen, selber auch ein Kartoffelbeet anzulegen. Schon 150 m²  Fläche genügen für die Versorgung einer 4 Personen Familie. Die Freude, „eigene Kartoffeln“ essen zu können ist stets groß.

Bodenvorbereitung

Wenn möglich, im Herbst die vorgesehene Gartenfläche mit SNOEKs BODENKUR als Wintersaat einsähen. Dann ist im Frühjahr keine Düngung notwendig. Sonst ab Frostende das von Pflanzenresten abgeräumte Beet bestäuben mit SNOEKs STEINMEHL (ca. 200 g/m²) und SNOEKs QUARZMEHL (ca. 50 g/m m²) und SNOEKs MEERWUNDER SEETANG-GRANULAT (ca. 50 g/m²). Dazu streuen Sie selbstbereiteten reifen Kompost (ca. 3 – 500 g/m²). Den Boden mit Grabegabel oder Sauzahn lockern und lüften, die aufgestreuten Mittel leicht mit Harke einarbeiten.

Statt Steinmehl und Quarzmehl kann auch SILKABEN MINERALPULVER (ca. 150 g/m²) gestreut werden.

Nährstoffdünger jetzt nur bei tatsächlichem Bedarf  dazugeben. (Gartenböden  sind meist überreichlich versorgt mit Nährstoffen!) Dann aber nur rein organischen, humushaltigen Dünger anwenden, wie z. B. SNOEKs-MEISTERDÜNGER. Keine wasserlöslichen Stickstoffdünger streuen.

Saatgut – Vorkeimen

Bestellen und kaufen Sie die Saatkartoffeln rechtzeitig  beim Bio- Bauern (oder aus einem eigenem Vorrat, wenn es eine gute Sorte war.) Lagern Sie sie dunkel und kühl bis zum Vortreiben. Dieses geschieht in einem hellen Raum ca. 10 bis 14 Tage vor dem geplanten  Setztermin. Die austretenden Keimlingsaugen sollen höchstens 1 – 4 cm lang sein. Drehen Sie die Unterlage mit den darauf liegenden Kartoffeln alle Tage um je 90°, damit die Keimlinge gerade wachsen. Zu schwache oder zu lange Keimlinge werden vor dem Auslegen entfernt. Es genügt, wenn jede Kartoffel 5 – 8 Keimlinge behält.

Auslegen

Legen Sie die Kartoffeln nicht zu früh! Bei schlechter Witterung können sie faulen, Erdinsekten fressen sie an, Pilze können sie infizieren. Es genügt, wenn ab Beginn der ortsüblichen guten Wetterlagen bei möglichst warmen Temperaturen gelegt wird. Das ist meist ab Mitte April bis Mitte Mai. Spät gelegte Saat holt die Zeit bis zur Reife stets wieder auf!

Ziehen Sie eine Saatrille mit ca. 10 cm Tiefe. Leichter geht es, wenn man ein Pflanzloch mit 10 cm Tiefe mittels eines konischen  Erdhebers oder kleiner Schaufel aushebt. Rille oder Loch wird kräftig eingepudert mit SILKABEN MINERALPULVER und SNOEKs MEERWUNDER- SEETANG-GRANULAT.

Ausgelegt wird mit ca. 50 cm Abstand in der Reihe (im gärtnerischen Anbau nicht enger legen! Das spätere Kraut soll sich frei entfalten können) bei einem Reihenabstand von ca. 60 cm zum bequemen Begehen. Die Reihe oder Löcher werden flach zugeharkt, bei trockener Erde angegossen.

Austrieb

Je nach Witterung werden in 10 bis 14 Tagen die Keimlinge aus dem Boden kommen. Sie werden begossen mit ACKERSCHACHTELHALM COMPOSITUM.

Ackerschachtelhalm wird angewendet, wenn im Garten oder dem Gebiet gerne Pilzkrankheiten auftreten.

Es wird angehäufelt, so daß die Triebspitzen bedeckt sind. Auf Schnecken achten! Sie fressen die Triebspitzen zu gerne! Abhilfe: Fallen stellen, kräftig grobes Steinmehl oder Meereskalk streuen.

Alle drei bis fünf Tage, wenn sich neue Keimspitzen zeigen, wird weiter gehäufelt, bis eine Höhe ca. 20 cm entstanden ist, bei einer Bodenbreite von ca. 30 cm der ganzen Pflanzreihe. Jetzt kann der Gehweg zwischen den Reihen mit Häckselmaterial (Strohhäcksel, Grasschnitt, auch Torf ohne  Düngezusatz, Reisig o.ä.) bedeckt werden. Das behindert Unkrautbewuchs und verringert Bodenverdichtung infolge des häufigen Begehens. Laufend wird Unkraut gezupft oder gehackt. Vor allem Gräser sind zu entfernen, während flachwurzelnde Wildkräuter ruhig in geringer Zahl stehen bleiben dürfen. Sie bereichern den Boden, schließen Nährstoffe auf und fördern den Geschmack sowie Gesundheit der Kartoffel. Sie dürfen nur nicht zur Nahrungs- oder Feuchtigkeitskonkurrenz werden, also nicht überhand nehmen.

Krautentwicklung bis zur Blüte

Bis zur Blüte wird das Kraut etwa wöchentlich gespritzt mit ACKERSCHACHTELHALM „COMPOSITUM“ und SNOEKs MEERESALGEN. Die Produkte am besten im Wechsel untereinander. Jeder zweiten Spritzung wird SILKABEN MINERALPULVER hinzugefügt.

So werden eine kräftige Blattentwicklung und die Bildung pflanzeneigener Abwehrstoffe gefördert. Es entsteht festes Zellgewebe, das alleine schon Pilz- und Insektengefahren abwehrt. Sollten trotzdem jetzt schon Schädlinge auftreten (Kartoffelkäfer), so wird kräftig mit SNOEKs STEINMEHL oder SNOEKs MEERESALGENKALK gepudert. Auch eine Spritzung von SILKABEN-MINERALPULVER mit hoher Dosage des Mittels in der Brühe (3%ig) vertreibt die Schädlinge, sie mögen das härtere, mineralbestäubte Blattwerk nicht.

Entwickeln sich die Pflanzen schlecht, so ist nun eine Kopfdüngung mit stickstoffhaltigen Mitteln nötig. Wir empfehlen Pflanzenjauchen, besonders von Comfrey oder Brennessel; in Wasser aufgelöster Guano; in Wasser angelöste Hornspäne oder in Wasser gelöster Rinderdung. Die Wasserlösungen sollten einige Tage gären, bevor sie, noch weiter verdünnt (1:5 bis 1:10), über das Kraut gegossen werden. Bitte keine wasserlöslichen, stickstoffhaltigen Industriedünger verwenden! Auch eine weitere kräftige Humusgabe bzw. SNOEKs-MEISTERDÜNGER kann Nährstoffmängel ausgleichen.

Bei allen Spritzungen die Blattunterseiten nicht vergessen! Gespritzt wird mit mittelgroßer Düsenöffnung, nur feucht, nicht tropfnaß, mit mittlerem Druck. Die Blätter sollen dabei verwirbelt werden.

Von Blüte bis Herbst

Jetzt wird besonders auf Blattkrankheiten infolge Pilzinfektion sowie auf Kartoffelkäfer geachtet. Die Spritzungen, wie in Abs. 5 beschrieben werden fortgesetzt, jedoch können die Intervalle auf 10 – 14 Tage verlängert werden. Treten Blattkrankheiten auf, so werden Zusatzbehandlungen mit ACKERSCHACHTELHALM „COMPOSITUM“ und SILKABEN-MINERALPULVER erforderlich, denen man noch Netzschwefel bzw. Kupferoxid beifügt. Beim Kartoffelkäfer wird auf die gefräßige Larve geachtet. Sie wird laufend abgesammelt. Man kann ihr aber auch die Fresslust am Kraut durch kräftiges Bestäuben des ganzen Krautes mit Gesteins- und Kalkalgenmehl verderben. Oder durch Spritzen mit einer Seifenlauge aus natürlicher Kaliseife evtl. mit Spirituszusatz. Ist der Befall zu stark, so wird eine Spritzung mit natürlichem Pyrethrumextrakt einem Insektizid, erhältlich im Fachhandel, vorgenommen (vermeiden Sie synthetische Pyrethroide oder chemische Vollinsektizide).

Es wird weiterhin auf Schnecken geachtet, die sich gerne, auch über Nacht, im Kartoffelkraut aufhalten.

Wächst ab August noch Unkraut so kann man es ruhig stehen lassen, solange es nicht das Kartoffelkraut überwuchert. Nur Gräser werden entfernt.

Wenn die ersten Stengel braun werden und Blätter beginnen abzufallen, ist es Zeit für die erste Reifeprobe, die durch Probekochen ermittelt wird. Ist das Kraut infolge zu schlechter Witterung und Infektion durch die Krautfäule faulig geworden, so muß evtl. vorfristig geerntet werden, damit die Fäulnispilze nicht über die Stengel in die Kartoffeln wandern und diese schwarz und ungenießbar werden lassen. Bei gesunden Stengeln und guter Witterung, dürfen die Knollen im Boden noch weiter reifen.

Kommen im Garten Drahtwürmer oder Tausendfüßler vor, so achten Sie auf deren Fraßstellen bzw. Löcher in den Kartoffeln. Auch dann muß sofort geerntet werden! Sind aber die Knollen gesund, so ernten Sie erst, wenn die feuchte, kalte Herbstwitterung einsetzt. Die Kartoffeln werden nicht gewaschen und kommen in einen kühlen, dunklen Lagerkeller in geeignete Horden, die man mit Strohmatten umkleiden kann, um schnelle Temperaturschwankungen zu verhindern. Auf Mäuse ist zu achten. Sie fressen „biologische“ Kartoffeln zu gerne!

Viel Erfolg mit eigenen Kartoffeln! Das wünscht Ihnen

Ihre SNOEK GmbH und Mitarbeiter.

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